Geschichte der SSFO

... spannend

Anfänge im SV Obernkirchen

... erstmals am 27. März 1965 erwähnt

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Angefangen hat alles mit einer Gruppe von Schwimmern in der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft), die hin und wieder an Schwimmwettkämpfen teilgenommen hat und später auch Wasserball gespielt hat.

Um versicherungstechnisch abgesichert zu sein, suchte sich die Schwimmgruppe einen Verein, der sie aufnehmen würde. Daraufhin wurde 1965 im SV Obernkirchen die Abteilung Schwimmen gegründet.

 

Spartenleiter Schwimmen im SV Obernkirchen:

1965 - 1967

Richard Rösemeier
1967 - 1970 Fritz Anke
1970 - 1974 Peter Rösemeier
1974 - 1977 Wolfgang Kober
1977 - 1986 Wolfgang Hein

Schwimm- und SportFreunde Obernkirchen e.V.

Vereinsneugründung am 1. Juli 1986

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Am 1. Juli 1986 wurden die Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen e.V. mit 87 Mitgliedern gegründet.

Der jetzt eigenständige Verein konnte Personen und Strukturen der früheren Schwimmabteilung des SV Obernkirchen übernehmen. So konnte der Trainingsbetrieb und die außersportliche Jugendarbeit mit gewohnter Intensität fortgeführt werden.

 

 

Neben der Schwimmsparte gab es die Abteilungen Wasserball und Triathlon.

Bis 1990 nahmen die Schwimm- und Sportfreunde  am Liga-Spielbetrieb im Wasserball teil. Aber noch heute haben ehemalige Spieler und  Schwimmer/-innen des SSFO-Kaders Spaß daran, ab und zu eine Runde Wasserball zu spielen.

Von 1986 bis 1998 richteten die SSFO-ler Triathlons rund um den Bückeberg in Obernkirchen aus. 2001 wurde die Traithlonsparte mangels aktiver Athleten dann wieder aufgelöst.

 

Bis heute "überlebt" hat die Schwimmabteilung.

Als erste große, gemeinschaftliche Aktion wurde 1988 der Dachboden des Sonnenbrinkbades zu einem Mehrzweckraum ausgebaut. Von da an besaßen die SSFO ihren eigenen Versammlungsraum und eine Mini-Turnhalle.

Heute ist der Raum durch zahlreich Sport- und REHA-Angebote sowie durch Trainingslager und Versammlungen ausgelastet. Wir denken schon über einen weiteren Ausbau nach.

 

Vorsitzende des SSF Obernkirchen:

1986 - 1992 Wolfgang Hein
1992 - 1997 Kai Reichwage
1997 - 2000 Wolfgang Hein
2000 - 2002 Michael Panitz
2002 - 2008 Steen Pfähler
2008 - 2013 Stephan Weniger
2013 - 2014 Marcus Reineke
2014 - 2016 Simone Jaschke
seit 2017 Toralf Kirsten

 

Abteilungsleiter/in Schwimmen:

1986 - 1988 Anette Schäfer
1988 - 1991 Peter Karcher
1991 - 1992 Andreas Völkening
1993 - 1995 Uwe Härtel, Ulrich Estler
1995 - 1997 Uwe Härtel
1997 - 2013 Marcus Reineke
2013 - 2014 Monika Schalla
seit 2014 Marcus Reinecke

 

Spartenleiter REHA:

1998 - 2014 Dr. Gabriele Schneider-Baie
seit 2014 Gertraud Rammelsberg

  

Spartenleiter Wasserball:

1986 - 1987 Carsten Pansegau
1987 - 1990 Klaus Schütte

 

Spartenleiter Triathlon:

1987 - 1989 Thomas Busche
1989 - 1991 Kai Reichwage
1991 - 1993 Hans Joachim Duddeck
1993 - 1995 Lars Otten
1996 - 2001 Dirk Schaper

 

Unermüdliche Jugendarbeit

Trainingsbetrieb und Jugendfreizeiten

Zu den Highlights des Vereinslebens zählten schon immer die Jugendfreizeiten, die neben dem Trainingbetrieb regelmäßig stattfinden.

Kontakte zur französichen Partnerstadt La Fleche und ins niederländische Stellendam wurden geknüpft, wo von 2001-2003 einige SSFO-Schwimmer am "Haringsvlietoversteek", einem 3km-Freiwasserschwimmen, teilnahmen.

 

Die jüngsten und beliebtesten Aktionen waren ein einwöchiger Segeltörn mit einem Betonschiff auf der Ostsee 2004 und die Ferienfreizeit auf Norderney 2007.

Sonnenbrinkbad 1998 geschlossen

Am Rande des Abgrundes?

1998 stand die Zukunft des Obernkirchener Schwimmsports vor dem Aus, als das bis dahin städtische Sonnenbrinkbad nach dem im Mai 1998 letztmalig durchgeführten 13. Obernkirchener Triathlon wegen eines Lecks wieder schließen musste. Für die Reparatur fehlten der Stadt die finanziellen Mittel. Glücklicherweise wurde, unter anderem von Mitgliedern der SSFO, in weiser Voraussicht und in Kenntnis des maroden Badzustandes 1995 der Förderverein Sonnenbrinkbad Obernkirchen e.V. (FSO) gegründet.

Das Freibad wurde im Frühjahr 1999 an den FSO überschrieben und mit tatkräftiger Unterstützung der SSFO bei Reparatur- und Aufräumarbeiten und bei der Stellung von Rettungsschwimmern im Juni 1999 wieder eröffnet.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen SSFO und FSO verbesserten sich die Trainingsbedingungen merklich. Waren wir bis dahin vom städtischen Personal als eher störend empfunden worden, so entwickelte sich eine für beide Seiten vorteilhafte Symbiose und auch die Badegäste wussten unseren Einsatz zu würdigen. 

SSFO holen Landesmeisterschaften nach Obernkirchen

Barbarossa-Cup weggespült

Im Ausrichten von Wettkämpfen wurden in den Jahren seit 1986 viele Erfarhungen gesammelt. So etablierte sich der seit 1992 durchgeführte "Barbarossa-Swim-Cup" nach anfänglich schleppender Beteiligung zum festen Bestandteil im niedersächsichen Schwimmkalender. Besonders seit des geänderten Wettkampfprogramms 2003 mit Vor- und Finalläufen stiegen die Meldezahlen.

Der 10. Barbarossa-Cup 2002 wurde gleich zweimal angesetzt. Am 11. Mai 2002 trat zwei Stunden vor Wettkampfbeginn nach stundenlangem, heftigem Dauerregen der Hühnerbach über die Ufer und bahnte sich seinen Weg durch alle Becken und den Technikkeller des Betriebsgebäudes. Bereits zum Wettkampf angereiste Schwimmer versuchten das Schlimmste zu verhinder, konnten aber nur hilflos der Überschwemmung zuschauen. Nach zweiwöchiger Schließung konnte der Badebetrieb wieder aufgenommen werden. Der Wettkampf wurde am 10. August 2002 nachgeholt.

Andere Wettkämpfe wie der "Marathon", eine 6-Stunden-Endlosstaffel (1981-2000), oder der Obernkirchener Triathlon (1985-1998) mussten wegen mangelnder Beteiligung eingestellt werden.

Dafür wurde 2001 das "arena-24-Stunden-Schwimmen" etabliert, das seither in Zusammenarbeit mit dem FSO und der DLRG jährlich durchgeführt wird.

Höhepunkt war die bisher dreimalige Ausrichtung der "Landesmeisterschaften der Masters" 2003, 2005 und 2006.

29. Landes-Masters-Meisterschaften 2003

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31. Landes-Masters-Meisterschaften 2005

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32. Landes-Masters-Meisterschaften 2006

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Alt, aber gut

Die SSFO-Masters

Erstmals betraten die Masters der SSFO 1995 die Bühne des Senioren-Schwimmsports.

Ich habe die Anfänge miterlebt und kann deshalb aus erster Hand darüber berichten: Ich suchte damals einen Wettkampf, bei dem ich 400 und 1500m Freistil schwimmen konnte und stieß im Herbst 1994 auf die Ausschreibung der "2. Landes-Masters-Meisterschaften über die langen Strecken" im Februar 1995 in Oldenburg. Bis dahin hatte ich noch nichts von den Masters gehört.

Ganz alleine wollte ich allerdings auch nicht nach Oldenburg fahren, also bat ich meine Mutter, mich zu begleiten. Elli wurde neugierig und wollte nach 25 Jahren Pause mal wieder einen Wettkampf bestreiten. Als Jugendliche war sie Wettkampfschwimmerin und bei Deutschen Meisterschaften im Brustschwimmen am Start.

Da Elli seit über 20 Jahren nicht trainiert hatte, wollte sie über die "kürzeste" Strecke antreten, die damals ausgeschrieben war, 400m Freistil !

Also ging sie täglich schwimmen, jeden Tag ca. 1000m und immer wieder schwamm sie im Training 400m Kraul.

Die Mühe lohnte sich; sie wurde auf Anhieb niedersächsische Vizemeisterin. Allerdings brachte sie aus Oldenburg einen Virus mit, den "Schwimm-Virus". Noch im selben Jahr wurde sie in Emden Landesmeisterin, in Wuppertal Deutsche Vizemeisterin und im italienischen Riccione holte sie auf allen drei Bruststrecken die Bronzemedaille.

Seitdem kann sie ihre Medaillen kaum noch zählen.

Aber auch mich hatte der Virus befallen. Ich trainiert, setzte mir Ziele. Allerdings dauerte es, bis ich mich erst in die Landesspitze (erster Titel 2000), dann in die deutsche Spitze (Deutscher Meister 2002) und sogar bis in die europäische Spitze (Vizeeuropameister 2005) schwamm.

So sind Elli und ich bis heute der harte Kern der SSFO-Masters. Aber auch andere Masters setzten Akzente: So schwamm Iris Mühlmeister bei den Deutschen Meisterschaften 2001 aufs Treppchen, Steen Pfähler wurde 2003 Norddeutsche Meister und Jürgen Tragl 2005 Landesmeister.

Ebenso gab es bei Landesmeisterschaften bisher drei Staffelsiege. Insgesamt traten seit 1995 15 Obernkirchener Aktive bei Masters-Wettkämpfen an.

Woher kommt der Name "Barbarossa-Cup"?

Wer war Barbarossa?

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Friedrich I., genannt Barbarossa, erhielt seinen Beinamen in Italien wegen seines roten Bartes:

Barba – „Bart“, rossa – „rot/rötlich“.

 

Barbarossa wurde etwa 1122 in Waiblingen oder in Weingarten bei Ravensburg, genau ist das nicht bekannt, als Staufer geboren.

1147 trat Barbarossa als Friedrich III. die Nachfolge seines Vaters als Herzog von Schwaben an.

1152 wurde er zum römisch-deutschen König gewählt. 1155 schließlich wurde Barbarossa im Petersdom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt.

Bevor er sich mit Saladin von Ägypten einen ritterlichen Zweikampf liefern konnte, ertrank Barbarossa im Juni 1190 auf seinem Weg nach Ägypten im Fluss Saleph in Anatolien.

 

Das ist ja alles ganz interessant, aber ...

Was hat Barbarossa mit Obernkirchen zu tun?

"Overenkerken" - die obere Kirche - gab der heutigen Stadt Obernkirchen ihren Namen.

Am auslaufenden Hang der Bückeberge mit weitem Blick in die Norddeutsche Tiefebene wurde lt. einer Mindener Chronik von Ludwig dem Frommen (von 814 bis 840) das Kloster Obernkirchen als älteste geistliche Niederlassung zwischen Weser und Leine gegründet.

 

Aber erst 1167 beginnt die urkundliche Überlieferung. Die evangelische Stifts- und Pfarrkirche St. Marien wurde um 1200 als kreuzförmige Basilika fertig gestellt. Sie lag höher am Berg als die ältere Gokirche in Vehlen und war in ihrer kirchlichen Funktion die “Ecclesia principalis“ daher die “overe Kerke“.

 

1181 verlieh Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kloster Obernkirchen auf dem Reichstag zu Erfurt die Marktrechte und begründete damit den ältesten Marktstandort in Schaumburg.

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Nach einem Brand im 13. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff abgerissen und als gotische Hallenkirche wieder aufgebaut. Von der Basilika steht heute noch das weithin sichtbare Westwerk mit der Doppel-Kirchturmspitze.

 

1615 verlieh Graf Ernst von Schaumburg Obernkirchen die Stadtrechte, in der heute ca. 11.000 Einwohner leben.

 

In Obernkirchen trifft man heute öfter auf den Namen Barbarossa: der jährlich im Herbst stattfindende „Barbarossamarkt“, Reisebüro „Barbarossa“ und eben auch der „Barbarossa-Swim-Cup“.

aktualisiert: 20.07.2017 - 16:28 - Redakteur: Marcus